Zurück aus Amerika

unsere Schülersprecherin berichtet vom Austausch

Drei Wochen Amerika. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Ich kann für viele Schüler sprechen, wenn ich sage, dass diese drei Wochen wie im Flug vergingen.

Kaum kamen wir mit dem Bus an der Canton High School an, wurden wir auch schon freundlich von unseren Austauschschülern begrüßt und die “Family Days“ begannen. Unser erstes Wochenende begann mit viel Programm: ein Großteil von unserer Gruppe fuhr zum Fußballspiel der New England Patriots und wurde schon vor dem Beginn des Spiels von der amerikanischen Kultur beeindruckt. Denn anstatt seine Autos einfach auf dem Parkplatz zu parken und in das Stadion zu gehen, traf man sich hier zum “tailgating“. Das bloße Warten auf den Beginn des Spiels wird durch das Grillen und das Beisammensein auf dem Parkplatz definitiv aufgewertet.

Unter der Woche gingen wir zum Boston State House, besuchten die Schule und nahmen aktiv am Unterricht teil, besuchten das Museum of Science und zur Plimoth Plantation. Während wir uns an den Vormittagen dieser Woche also umfangreich mit dem historischen Hintergrund Amerikas beschäftigten, ging es am Nachmittag mit unseren Austauschschülern oft zu Schulspielen. Egal ob Feldhockey, Eishockey, Fußball, Football, Volleyball, Cheerleading oder andere Schulteams, wir waren stets auf der Seite der Canton High und gleichzeitig tief beeindruckt von der Gemeinschaft der Schule, die nicht zuletzt durch die Schulteams enorm gestärkt wird. Das darauffolgende Wochenende verbrachten wir mit unseren Familien, mit Ausnahme eines Programmpunktes. Am Sonntagmorgen fuhren wir in die afroamerikanische Jubilee Church nahe Boston. Wir waren während des Gottesdienstes alle sehr beeindruckt, wie emotional die Menschen in dieser Kirche involviert sind und auf welche unterschiedlichen Weisen sie ihrem Glauben Ausdruck verleihen. Von unbändiger Freude bis zur tiefsten Trauer waren alle Emotionen in diesem Gottesdienst zugegen und fanden Ausdruck im Gesang, im Tanz, im Gebet, aber auch im Rufen und Weinen. Alle Menschen unterschiedlichen Alters, aus unterschiedlichen Schichten, mit unterschiedlichen Schicksalen waren anzutreffen und empfingen uns mit großer Gastfreundschaft, so dass dieses Erlebnis für alle atemberaubend und mitreißend zugleich war.
Am Montag darauf hieß es nach einem Schultag wieder Koffer packen. Nächstes Ziel: New York.

Am Dienstagmorgen ging es los. Nach einer Woche war es schon schwer genug für uns zu realisieren, dass wir nun endlich in Amerika waren, aber dass wir nur noch fünf Stunden von New York entfernt waren, ließ unsere Vorfreude immer größer werden. Direkt nach unserer Ankunft um 15:00 Uhr waren wir an unserem ersten Ziel angekommen: dem UN-Gebäude. Einer der wichtigsten internationalen Orte der Welt. Durch eine Führung durch das Gebäude wurden wir über die Geschichte der UN aufgeklärt. Ein kurzer Halt beim Hotel und danach hieß es für uns auch schon zurück in den Bus, nächster Halt: St. Patrick´s Cathedral. Eine riesige, gotische Kirche mitten in New York. Von da aus ging es nach einer kurzen Besichtigung zum Rockefeller Center. Genau an dieser Stelle – unmittelbar neben der Schlittschuhbahn – steht in der Weihnachtszeit immer der überragend geschmückte Weihnachtsbaum. Jetzt ging es – für viele von uns nun endlich – zum Empire State Building. Die Aufzüge brachten uns schnell in den 86. Stock auf die Aussichtsplattform und wir hatten Glück: den ganzen Tag über war es relativ nebelig und ein bisschen regnerisch gewesen, doch wie es der Zufall wollte, hatten wir, als wir oben ankamen, einen perfekten, klaren Blick auf die Skyline New Yorks. Es war unglaublich atemberaubend und für viele von uns das Highlight des Trips.
Der nächste Tag in New York begann mit einem Spaziergang im Central Park. Dort besuchten wir die Strawberry Fields und betrachteten staunend die Größe dieses Parks in mitten der Wolkenkratzer. Der Financial District, also vor allem die Wall Street, sowie die South Street Seaport wurden danach von uns erkundet. Danach gingen wir zum 9/11 Memorial Monumentum, zum Wintergarten, sowie nach China Town, Little Italy, dem Broadway und zur Canal Street. Bei diesen Besichtigungen beeindruckte uns nicht nur das faszinierende Stadtbild New Yorks bei Tag, sondern auch bei Nacht. Vor allem der Times Square war bei Nacht sehr faszinierend.
Am letzten Tag in New York besichtigten wir die “Statue of Liberty“ und das Museum, das sich mit dem Beginn der amerikanischen Migrationsgeschichte auf Ellis Island beschäftigt. So war es nach drei ereignisreichen Tagen schon wieder Zeit abzureisen.

Das Wochenende verbrachten wir wieder in unseren Familien. Von Montag bis Mittwoch gingen wir wieder in den Unterricht. Vor allem herauszuheben ist die “Penal Discussion“, die wir am Dienstag mit einigen Amerikanern in der Bibliothek, vor allem im Hinblick auf die globalen Themen Bildung, erneuerbare Energien, Essensgewohnheiten, sowie Hunger und Gesundheit führten. Am Mittwoch besuchten wir die Synagoge in Canton und waren bei dem Basketballspiel der Celtics in Boston. Hier waren sowohl deutsche Gastschüler als auch amerikanische Austauschschüler vollkommen begeistert von dem Spiel und der Stimmung im Stadion.
Am letzten Tag fuhren wir mit dem Zug nach Harvard und erkundeten einen Teil des Universitätsgeländes. Am Abend waren wir alle bereit, unsere Projekte beim Farewell Dinner vorzustellen. Die Stimmung während des Dinners war ausgelassen und wir erinnerten uns gemeinsam an die drei vergangenen Wochen.
So mussten wir uns am Freitag alle schweren Herzens voneinander verabschieden. Es war ein sehr tränenreicher Abschied, der die Beziehung zwischen den Amerikanern und den Deutschen in dieser kurzen Zeit sehr gut widerspiegelte.

Jetzt sind wir wieder da. Vollgepackt mit Geschichten und Erfahrungen, beflügelt von der Gastfreundschaft und dem Charme dieses Landes. Es waren sehr ereignisreiche drei Wochen, trotzdem stand für einige Schüler schon nach der zweiten Woche fest, dass sie durchaus noch länger in Amerika bleiben könnten.

Dies ist vor allem unseren Gastfamilien zu verdanken. Sie waren sehr gastfreundlich, so dass wir uns im Frühling schon sehr darauf freuen sie bei uns begrüßen zu dürfen.
Frau Nicolovius und Frau Haver, die uns das großartige Programm erstellt und uns oft auf den Ausflügen begleitet haben, verdienen ebenso unseren Dank, genauso wie Mrs Olsen und Mrs Anderson. Amerika war überwältigend und ohne dieses Programm und ihre Unterstützung hätten wir diesen Einblick in die amerikanische Kultur nie so umfangreich erhalten können. Und last but not least: Vielen Dank an unsere beiden Lehrerinnen, Frau Kropf und Frau Hüsker, die uns in dieser turbulenten Zeit mit all den neuen Erfahrungen begleitet haben. Diese Zeit wird uns immer in wunderbarer Erinnerung bleiben.

Text: Farina Kockmann, Q1
Foto: A. Kropf

eingetragen von: O. Marke

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