Schulhund Freddi meistert Abschlussprüfung

tierische Unterstützung für Frau Vormann

Anne Vormann und Freddi haben es geschafft: Die Schulsozialarbeiterin des St.-Georg-Gymnasiums und ihr Hund haben die Prüfung bestanden und sind jetzt offiziell ein Therapie- und Schulhundeteam. Schon seit den Sommerferien 2015 begleitet Freddi sein Frauchen, das beim Verein Jugendhilfe und soziale Integration (Jusina) angestellt ist, in die Schule – und ist hier sehr beliebt.

In den Pausen bekamen Anne Vormann und Freddi oft Besuch von Schülern. Außerdem war Freddi auch schon mal im Unterricht dabei.

Ein Jahr hat die Ausbildung von Vormann und Freddi zum Therapie- und Schulhundeteam gedauert. Absolviert haben sie die Ausbildung bei Social Dogs (Soziale Hunde) in Nottuln. Für die praktische Abschlussprüfung hat Vormann ein Brettspiel entwickelt, das die Schüler spielen können. Es ist angelehnt an „Mensch-ärgere-dich-nicht“. „Aber dass man geschmissen wird, habe ich aus den Regeln rausgeschrieben“, sagt die Schulsozialarbeiterin. Außerdem sei Freddi für das Spiel ganz wichtig. „Ohne Freddi kann man nicht gewinnen“, betont Vormann. Für das Spiel gibt es unter anderem Aktionskarten. Dann ist der dreijährige Rüde gefordert und muss Kommandos ausführen, so zum Beispiel „Sitz“, „Platz“ oder „Männchen“. Außerdem ist Freddi fürs Würfeln zuständig.

In der Prüfung habe Freddi das Spiel mit einem unbekannten Kind spielen müssen und mit Bravour bestanden. Zugute sei ihnen gekommen, dass Freddi bereits mit den Georgsschülern üben konnte. Einige von Freddis „Klassenkameraden“ hatten es schwerer, weil sie vor dem Abschluss der Ausbildung noch nicht mit in die Einrichtungen kommen durften.

Da Vormann und Freddi jetzt offiziell ein Therapie- und Schulhundeteam sind, kann Vormann ihren Hund aktiver einsetzen. Ab dem kommenden Schuljahr will sie eine Hunde-AG anbieten. Darin will sie Ideen aus der Ausbildung umsetzen. So plant sie zum Beispiel einen Parcours zu bauen, durch den die Schüler Freddi führen. Auch im Fach „Soziales Lernen“ soll der Hund stärker eingesetzt werden.

Schulleiterin Sigrid Kliem ist ein großer Fan von Freddi: „Unser Schulhund sorgt für ganz viel Fröhlichkeit und ist ganz oft der Seelentröster.“ Außerdem sei Freddi bei Mobbing „ein toller Vermittler“.

Der Hund mache es für die Schüler leichter, über Probleme zu sprechen. „Freddi ist ein Türöffner“, betont Vormann. Oft kämen Schüler vorbei, weil sie neugierig seien. Dank des Hundes gebe es sofort ein Gesprächsthema. In dieser entspannten Atmosphäre falle es den Schülern dann auch leichter, sich zu öffnen, erklärt Vormann.

Regelmäßig bekommt Freddi Besuch von den Siebtklässlern Zoe Niemann, Hennes Niehues, Moritz van der Sande und Hannah Kruse. „Wir sind jede Pause hier“, sagt Moritz. Die Schüler freuen sich, dass es bei ihnen einen Schulhund gibt. „Mit Freddi vergisst man den Stress, den man mit Hausaufgaben und Klassenarbeiten hat“, erzählt Hannah.

Quelle: https://www.bbv-net.de/Lokales/Bocholt/Schulhund-Freddi-hat-seine-Ausbildung-erfolgreich-abgeschlossen-142164.html

Text: Daniela Hartmann, BBV
Foto: O. Marke

eingetragen von: O. Marke

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