Zum vierzigsten Mal in den USA

Jubiläums-Gruppe des Georgs in Canton

Nun war es schon das 40. Mal, dass eine Gruppe von Jugendlichen vom St.-Georg-Gymnasium Bocholt am Amerikaaustausch mit unserer Partnerschule in Canton, einer Kleinstadt in der Nähe von Boston in Massachusetts, teilgenommen hat. In den drei Wochen haben die Schüler der Q1 vieles erlebt, gesehen und gelernt. In dieser Zeit wurden die Schüler in Gastfamilien aufgenommen und wurden von den jeweiligen Austauschpartnern durch den für sie gewohnten Alltag geführt. Darunter fiel auch die Teilnahme an den verschiedensten Freizeitaktivitäten und auch an familiären Veranstaltungen.

Am Sonntag, dem 14. Oktober ging die lang erwartete Reise dann tatsächlich los. In Begleitung von Herrn Erdmann und Frau Wobben fuhren wir mit einem Bus zuerst vom Bocholter Bahnhof zum Flughafen nach Amsterdam. Von dort aus ging es mit einem Zwischenstopp in London zum Flughafen in Boston. Nach der Landung waren viele Jugendliche schon aufgeregt und auf das kommende Erlebnis sehr gespannt, vor allem die, die Amerika zum ersten Mal bereisten. Zuerst wurden wir jedoch von Frau Nicolovius, einer Deutschen, die in die USA ausgewandert ist, und seit 40 Jahren den Schüleraustausch organisiert, begrüßt. Der gelbe Schulbus, wie man ihn aus typischen Highschool-Filmen kennt, stand schon bereit und so ging es mit vollen Koffern nach Canton, wo das Abenteuer erst richtig anfing. Alle wurden herzlich von ihren Gastfamilien aufgenommen und das große Kennenlernen konnte endlich beginnen.

Nach der Begegnung mit den weiteren Familienmitgliedern wurde schon am ersten Abend, typisch für die Halloween-Zeit, ein Kürbisschnitzen organisiert. Dadurch lernten sich die Schülerinnen und Schüler besser kennen. Weitere Events, wie das trick or treating, Hochwandern auf den Blue Hill oder das Feiern am Wochenende sorgten dafür, dass alle sich sehr gut kennenlernten. Während der Woche begleiteten wir unseren Austauschpartner / unsere Austauschpartnerin in den Unterricht oder gingen in für uns speziell organisierte Klassen. Jedoch geschah dies nicht jeden Tag, da wir öfter in Boston waren und in der letzten Woche für drei Tage in New York. Der Schulweg wurde mit einem Auto beschritten, da die Amerikaner die Fahrerlaubnis schon mit 16 Jahren erlangen können. Die Fahrt war fast täglich mit einem Stopp bei Dunkin Donuts verbunden. Unsere Exkursionen wie zum Beispiel zum Museum of Science, in dem man aktiv Phänomene entdecken konnte; die Duck Tour, eine Fahrt zu Lande und zu Wasser mit dem Bus; der Besuch des Boston Statehouse; der Besuch der Jubilee Church, eines afroamerikanischen Gottesdienstes mit viel Gesang; Harvard und die Boston Latinschool, die älteste Highschool der USA, haben uns viele Einblicke in die Kultur, Geschichte und die Gesellschaft gegeben. Eine weitere Folge daraus war, dass wir uns später einigermaßen in Boston auskannten.

Das nächste Highlight der Reise war der dreitägige Aufenthalt in New York. Nach dem Check-in im Hotel ging es auf eine Tour zur Fifth Avenue, St. Patrick`s Cathedral, zum Rockefeller Center und vielen anderen Sehenswürdigkeiten. Unter anderem ging es auch auf das Empire State Building. Erst um Mitternacht ging es wieder zurück zum Hotel. Am nächsten Morgen fuhren wir mit unserem Bus zu den United Nations, um dort eine Tour zu unternehmen. Anschließend ging es zum World Trade Center und zum 9/11-Denkmal. Nach einer Pause besuchten wir schließlich China Town und Little Italy, die einen extremen Kontrast zur restlichen Stadt bildeten. Am letzten Tag ging es schließlich zur lang ersehnten Freiheitsstatue. Dies war dann auch der letzte Tag in New York und wir reisten abends wieder zurück.
Zurück in Canton wurden die Schüler von ihren Austauschschülern abgeholt, um die letzten Tage vor der Rückreise nach Deutschland zu genießen. Wie jedes Jahr gab es auch dieses Mal ein sogenanntes Farewell-Dinner, worunter man einen von deutschen und amerikanischen Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften organisierten Abschlussabend verstehen kann. Es gab ein großes Buffet, welches von den amerikanischen Gasteltern bereitgestellt wurde und zudem ein Programm. Zusammen mit dem „TV-Production“-Lehrer der Canton Highschool wurde ein Film über die vergangenen drei Wochen produziert und bearbeitet. Dieser wurde an diesem Abend präsentiert, um allen einen zusammenfassenden Einblick in die schöne Zeit zu geben. Besonders gefreut hatte sich die Gruppe des Georgs auf das Abschiedsgeschenk, das aus einem mit dem Schullogo bedruckten Pullover und einer amerikanischen Flagge bestand. Durch diese Geste bleibt jedem der Jugendlichen der Austausch in Erinnerung. Die Tränen waren groß, nachdem jeder realisiert hatte, dass dies der letzte gemeinsame Abend sein würde. Zum Abschied und als Erinnerung wurden sehr viele Fotos geknipst. Am folgenden Tag begleiteten wir unsere Austauschpartner zum letzten Mal in den Unterricht. Anschließend hieß es Koffer packen und Abschiednehmen. Dies fiel allen sehr schwer, da man in den drei Wochen zu guten Freundinnen und Freunden geworden war.

Die teilnehmenden Schüler und Schülerinnen zählen schon die Tage bis zum Gegenbesuch und hoffen auf eine mindestens so gute Zeit wie in den drei Wochen in den Vereinigten Staaten.

Text: Mina Sen Gupta, Aurela Gashi, Fine Lange (Q1)
Foto: M. Wobben

eingetragen von: O. Marke

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