Georgs-Schachspieler wiederholen Erfolg aus dem Vorjahr

Die Georgs-Schachspieler grinsen auf dem Siegerfoto bis über beide Ohren. Geschafft! Überglücklich halten sie zum 2. Mal den Siegerpokal des Bocholter Schulschachturniers in den Händen. Im letzten Jahr war ihnen bei ihrer ersten Teilnahme an dem Turnier ein sensationeller Überraschungserfolg gelungen. Diesmal zum wiederholten Male ganz oben zu stehen, damit war nicht unbedingt zu rechnen. Schließlich hatte die Schach-AG auf Grund der Elternzeit von Herrn Melis einige Monate pausieren müssen und konnte somit nur wenig für das Turnier, das wie jedes Jahr im Euregio-Gymnasium stattfand, trainieren. Ein zweites Team hatte sich zudem gerade erst zusammengefunden und konnte bislang auch erst zweimal in der Schach-AG zusammen spielen.

Trotz der nicht optimalen Startbedingungen, waren die diesmal mit acht Mann antretenden Schachspieler motiviert, um die vorderen Plätze mitzuspielen. Dennoch wollte sich das 1. Team des Georgs nicht als Titelverteidiger sehen, sondern wie beim letzten Mal ins Turnier starten und frei aufspielen können. „Ich hatte ein wenig Sorge, dass die Spieler ständig im Hinterkopf haben könnten, dass sie ja Titelverteidiger seien und im Wortsinn den Titel verteidigen müssten. Deshalb habe ich ihnen geraten, einfach von Spiel zu Spiel zu denken, um das aus ihren Köpfen zu bekommen. Das hat auch recht gut funktioniert“, so der begleitende Lehrer Stefan Melis.

Die Spieler des ersten Teams mussten bis zur dritten Runde nur eins ihrer insgesamt 12 Spiele abgeben, wodurch sie gezwungen waren gegen die anderen vorne platzierten Mannschaften zu spielen. Nach dem Turniermodus treten nach den ersten Partien die stärkeren Mannschaften in der oberen Schiene gegeneinander an, sowie die schwächeren Mannschaften in der unteren Schiene, wodurch die Spieler ebenbürtige Gegner bekommen. Das zweite Team schlug sich für ihre erste Teilnahme auch wacker. Die eine oder andere Partie konnte gewonnen werden, allerdings in der unteren Schiene. Ein Achtungserfolg für das zweite Team.

Das erste Team marschierte derweil relativ souverän durch das Turnier, aber musste zwischendurch auch ein paar Niederlagen einstecken, da sich die Konkurrenz in diesem Jahr verbessert hatte. Nichtsdestotrotz wahrte das Georgs-Team bis zum Schluss die Möglichkeiten auf den Turniersieg. So kam es in der letzten Runde zum Showdown zwischen den beiden besten Teams des Turniers, dem Mariengymnasium und dem Georgs.

Als absoluter Matchwinner in wahrlich letzter Minute sollte sich in diesem Turnier Anders Böttcher am dritten Brett des Georgs-Teams spielend erweisen. In der letzten Partie stand es unentschieden zwischen dem Team des Mariengymnasiums und dem Georgs-Team. Und genau dieses Team sollte auch der Gegner in der letzten Runde werden. Ein Duell auf Augenhöhe und gegen die Lieblingskonkurrenz des Georgs. In der Wertung der gewonnen Runden waren beide Teams gleich auf. Allerdings waren die Georgs-Spieler einen Sieg in Matchpunkten hinter dem Mariengymnasium (15-16). Nun ging es in die letzte Runde. Morten und Torben Habring hatten ihre Partien schon gewonnen, so dass es in dieser Runde 2-1 für das Georgs stand. Sollte die Partie für Anders Böttcher verloren gehen, wäre das Mariengymnasium eine Partie vor dem Georgs und damit Turniersieger.

Leicht in Führung liegend machte Anders Druck auf den Gegner. Beide hatten schon längere Zeit gespielt und sich auch einige Zeit gelassen für ihre Züge, so dass schon eine Uhr aufgestellt worden war, die beide Spieler in Zeitnot bringen sollte. Anders bedrohte jetzt den gegnerischen König. Sein Gegner hatte dazu noch weniger Zeit auf der Uhr als Anders, so dass er gezwungen war, schnell auf die Züge zu reagieren. Im letzten Moment gelang Anders eine Drohung, auf die sein Gegner nicht mehr passend reagieren konnte. Mit einem Matt auf der Grundlinie beendete Anders seine Partie.

„Spannender und dramatischer hätte diese letzte Runde und das letzte Match nicht verlaufen können. Wahnsinn, dass Anders so die Nerven behalten hat“, sagte Stefan Melis nach der Partie. „Zwischendurch konnte ich schon nicht mehr zuschauen, so sehr stand mit dieser letzten Partie alles auf Messers Schneide“.

Letztendlich feierte das Georgs-Team einen grandiosen Erfolg, der sich nur noch toppen lässt, sollte man im nächsten Jahr das Triple perfekt machen. Aber erstmal wollen die Spieler jetzt wieder vernünftig trainieren, um dann im nächsten Jahr besser vorbereitet zu sein.

Text und Foto: S. Melis

eingetragen von: O. Marke

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