Chinesische Gäste am Georgs

kulturelle Begegnungen und eine Menge Spaß

Vom 29.09. bis zum 12.10.2019 waren die chinesischen SchülerInnen aus Wuxi bei uns zu Gast.

Erschöpft vom langen Flug, aber dennoch neugierig auf ihre Gastfamilie und die doch so fremde deutsche Kultur, kamen die SchülerInnen Sonntagmorgen bei uns an.
Während die einen mit Enthusiasmus begannen, Bocholt zu erkunden, priorisierten andere ihren Nachholbedarf an Schlaf.

Bereits am Montagmorgen kam die erste Hürde auf uns zu: das Fahrradfahren. Ein Fahrrad zu finden, dessen Sattel überhaupt so tief eingestellt werden konnte, war da noch das geringste Problem. Als ich es dann wagte, die Schrittgeschwindigkeit zu überschreiten, kam von meiner Austauschschülerin unmittelbar die Frage, ob ich denn gerne Risiken einginge. Mit Hilfe von Frau Wobben schafften es aber alle Chinesinnen und Chinesen unversehrt zum Rathaus zu gelangen. Dort wurden sie von der stellvertretenden Bürgermeisterin Frau Kroesen empfangen. Nachmittags unternahmen manche noch eine kleine Shoppingtour in Bocholt, andere haben am Sportunterricht teilgenommen.

Am Dienstag ging es weiter nach Berlin bzw. Potsdam. Dort besichtigten sie das Schloss Sanssouci. In Berlin nahmen sie u.a. an den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit teil, besichtigten das Jüdisch Historische Museum und hatten abends Gelegenheit, sich die Innenstadt anzusehen.

Samstag und Sonntag war dann wieder Family Day angesagt. Leider waren durch das schlechte Wetter die Möglichkeiten für Unternehmungen im Freien stark eingeschränkt. Dafür bot sich dann z.B. Bowlen, gemeinsames Kochen oder ein Ausflug zum Gasometer und zum Centro in Oberhausen an. Der Unterschied zwischen deutschen und chinesischen Städten wurde mir deutlich bewusst, als meine Austauschschülerin mich in Oberhausen fragte, ob dies immer noch Bocholt sei…
Montags ging es dann in die “Kleinstadt“ Köln, die sich für die SchülerInnen, abgesehen vom Kölner Dom, als eher unspektakulär erwies.

Des Weiteren besichtigten sie noch die Fachhochschule und Flender, bevor sie Donnerstag, zusammen mit den deutschen SchülerInnen, nach Amsterdam fuhren. Durch Frau Wobbens tatkräftigen Einsatz gelang es, genug Tickets für das Anne-Frank-Haus zu ergattern, das auf jeden Fall einen Besuch wert ist.

Nachdem die AustauschschülerInnen Freitagmorgen an unserem Unterricht teilnahmen, war auch schon der letzte Abend gekommen, an dem wir ein Farewell-Dinner veranstalteten. Das Buffet bestand aus selbstgemachten Speisen, die die Gasteltern zubereiteten. Die SchülerInnen sangen chinesische Lieder und tanzten. Ein Mädchen spielte Klavier und ein anderes fertigte - begleitet von Musik - eine Kalligrafie an.

Für manche war der Abend da aber noch längst nicht vorbei. Nachdem wir uns mit mehreren Deutschen und Chinesen getroffen hatten, zeigte mir meine Austauschülerin noch nachts um halb Eins ihre Kochkünste. Samstag früh hieß es dann auf Wiedersehen sagen, bei dem durchaus Tränen geflossen sind.
Insgesamt war es ein sehr gelungener Austausch, bei dem wir viele neue Eindrücke bekommen haben und Freundschaften geschlossen wurden.

Die, die noch nicht in China waren, freuen sich darauf, im nächsten Jahr China zu erkunden.

Text: Meret Meiering, EF
Foto: M. Wobben

eingetragen von: O. Marke

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