Schulaustauschprogramme
- Canton High School, USA (seit 1978)
- Institution St. Jude - Armentières in Frankreich
- Liceo Piero Bottoni, Mailand in Italien, (seit 2003)
- Sir William Perkins`s School, Chertsey in England, (seit 1982)
- Wuxi No 1 Middle School, Wuxi in China, (seit 2001)
Canton High School, USA (seit 1978)
Leitung: U. Holtei
Die amerikanischen Gastschüler/innen der Canton High School, unserer Partnerschule unweit von Boston, besuchen vom 13.4. bis 3.5. dieses Jahres unsere Schule. Der jährliche Schüleraustausch mit der CHS in Canton erfolgt bereits seit über 33 Jahren. Die amerikanischen Gastschüler leben in dieser Zeit in Gastfamilien und lernen den Alltag ihrer deutschen Mitschüler kennen, welche bereits im Oktober 2011 die amerikanische Gastfreundlichkeit erleben durften. Neben der Teilnahme am Unterricht in unserer Schule werden die amerikanischen Gäste Tagestouren nach Münster, Köln oder Amsterdam sowie eine mehrtägige Berlin-Reise unternehmen. Der Termin für den Informationsabend der beteiligten Eltern und Schüler/innen wird noch bekannt gegeben.
Der Schüleraustausch mit den U.S.A. 2011 – ein Rückblick von Steffen Buers (Jg. 11)
Auch in diesem Jahr wurde der Amerikaaustausch an unserer Schule durchgeführt, sodass sich am 14.10.2011 eine Truppe von 25 Schülern und den beiden Lehrern Ramona Teriete und Oliver Marke, die von nun an unsere Erziehungsberechtigten waren, auf den Weg nach Canton machte.
Nach einem langen Flug und vielen anstrengenden Sicherheitskontrollen kamen wir dann abends in Boston an und fuhren mit dem klassischen gelben Schulbus weiter nach Canton, wo wir auf unsere Austauschschüler trafen. Da wir alle sehr erschöpft waren, entschieden sich die meisten den Abend in Ruhe bei ihrer Gastfamilie ausklingen zu lassen, schließlich erwartete uns ein sehr aufregender Aufenthalt in Amerika!
In den folgenden Wochen erfuhren wir unter anderem, wie es ist ein Schüler an einer High School zu sein und der erste Unterschied zu Schülern auf dem St. Georg Gymnasium ließ nicht lange auf sich warten! Fast jeder Schüler kommt mit seinem eigenen Auto zur Schule, außer den jüngeren, welche den gelben Schulbus als Transportmittel nutzten! Fahrräder.... Fehlanzeige! Niemand kam mit dem Fahrrad zur Schule und auch in der Freizeit wurde hauptsächlich das Auto benutzt.
Aber neben der Schule und dem Leben in der Familie genossen wir auch in diesem Jahr ein sehr attraktives Austauschprogramm. So kamen wir mehrfach nach Boston, wo wir im State House eine Führung bekamen, in der wir sehr viel über die amerikanische Geschichte lernten!
Außerdem besuchten wir in Boston das Museum of Science, dessen Hauptthema zu der Zeit „Pompeji“ war. Außerdem besuchten viele von uns dort zum ersten Mal das IMAX, was für alle sehr aufregend war.
Ein weiterer Punkt auf unserem Programm war die Führung durch ein Gefängnis, bei der wir die Gelegenheit bekamen mit einem Häftling über sein Leben im Gefängnis und über seine Vergangenheit zu reden! Außerdem besuchten wir die Mayflower und die Plantage in Plymouth, wo wir viel über das Leben zur Zeit der Pilgerväter lernten!
Sehr gut gefallen hat uns Schülern auch der Besuch der Harvard Universität in Cambridge. Nicht nur die großen Gebäude und das Schulgelände waren sehr schön, sondern auch die Innenstadt, welche gefüllt mit Straßenkünstlern war.
Einmal trafen wir uns morgens, um gemeinsam am Gottesdienst in der Jubilee Church teilzunehmen! Zunächst sahen wir dem Besuch der Kirche skeptisch entgegen, doch die zwei Stunden dauernde Messe erwies sich als ein wahres Erlebnis. Ein Gospel-Chor, der die Menschen zum Teil so in Trance versetzte, dass sie umkippten und viele singende und tanzende Menschen waren die Eindrücke, die wir mit uns nahmen.
Unsere Freizeit gestalteten wir, indem wir öfters Shopping-Center besuchten, die Blue Hills hoch wanderten, um einen Blick über Boston zu bekommen, uns einfach gemeinsam bei Gastfamilien trafen oder indem wir die Sportmannschaften der High School bei ihren Spielen gegen andere Schulen anfeuerten! Am Wochenende versammelten sich einige Familien regelmäßig, um ihr Footballteam, die New England Patriots, spielen zu sehen. Dies war immer mit sehr viel Freude und Essen verbunden.
Ein besonderes Highlight in diesem Jahr war, dass wir die ersten Austauschschüler waren, die Halloween in Amerika verbrachten. Bereits Wochen vorher werden die Häuser mit Zombies, Spinnen und anderen Artikeln verziert. An Halloween besuchten wir zunächst ein Hexenmuseum und anschließend trafen wir uns dann alle zusammen bei einer der Gastfamilien, um ausgelassen und verkleidet zu feiern. Dies hat allen sehr viel Freude bereitet.
Ganz besonders haben sich natürlich alle auf den Aufenthalt in New York gefreut. Alleine der Blick auf die riesigen Hochhäuser und die langen vollen Straßen war beeindruckend, aber das war nicht der Grund, warum wir in New York waren. Wir besuchten dort das UN Building, fuhren mit der Fähre über den Hudson River zunächst nach Ellis Island und dann nach Liberty Island, wo wir die Freiheitsstatue sahen. Diese Dinge waren nur schwer zur toppen, aber wir alle empfanden den Ausblick von der Spitze des Empire State Building bei Nacht und den Besuch des Ground Zero und den einer Gedenkkirche als das Highlight von New York.
Auch wenn wir sehr viele aufregende Dinge erlebt haben und dies sehr viel Spaß bereitete, so sind die drei Wochen sehr schnell vorüber gegangen. Der Abschied fiel uns allen sehr schwer, da wir sehr viele neue Freundschaften gegründet haben und noch gerne länger dort geblieben wären. Doch um noch einmal mit allen zusammen zu sein, wurde von den Gastfamilien ein Farewell Dinner veranstaltet, bei dem wir nicht nur Lasagne und Chicken Wings aßen, sondern auch den Familien eine kleine Aufführung präsentierten. Am nächsten Tag reisten wir dann traurig aber mit Hinblick auf ein Wiedersehen in Deutschland aus Canton ab und kamen am nächsten Tag wieder in Deutschland an!


