Schulpflegschaft

Schulpflegschaft Ein Kommentar aus Sicht des Schulpflegschaftsvorsitzenden:

Es ist wichtig festzustellen, dass es im wohlverstandenen eigenen Interesse der Kinder und Jugendlichen ist, dass Eltern möglichst intensiv sich in die Entscheidungsprozesse der Schule einschalten, in den Gremien vertreten sind und bei Entscheidungen mitwirken. Dieses Recht ist sogar im Landesvertrag von Nordrhein Westfalen verankert und wird durch die Regelung des Schulgesetzes mit Leben erfüllt. Lehrkräfte, Eltern und Schülerinnen und Schüler sollen in vertrauensvoller Zusammenarbeit an der Bildungs- und Erziehungsarbeit in der Schule mitwirken und dadurch die Eigenverantwortung der Schule erhöhen. Zu dieser Zusammenarbeit zählt selbstverständlich der offene und durchaus auch kritische Austausch von Meinungen und Informationen.

Der Unterzeichner kann aus seiner in der Zwischenzeit langjährigen Erfahrung sagen, dass der Wille zum Konsens auf beiden Seiten in der Vergangenheit immer vorhanden war.

Gremien, in denen Eltern mitwirken können, sind die Klassenpflegschaft, die Klassenkonferenz, die Schulpflegschaft, die Fachkonferenz und die Schulkonferenz.

Bei etwaigen Informationsdefiziten ist zum Beispiel die Schulverwaltung sehr wohl gehalten, Gesetze, Erlasse und Vorgaben für den Unterricht wie Richtlinien, Rahmenvorgaben oder Lehrpläne für die Eltern in der Schule vorzuhalten zwecks Einsichtnahme. Zum Recht auf Mitwirkung gehört auch das Recht auf Beteiligung (auf Anhörungs-, Anregungs-, und Vorschlagsrechte oder auch Entscheidungen haben die Gremien der Schulmitwirkung sehr wohl ein Auskunfts- und Beschwerderecht gegenüber der Schulleitung und Anspruch auf eine begründete schriftliche Antwort). Selbstredend sind in den Gremien allerdings, für den Fall, dass eine einvernehmliche Regelung nicht ohne weiteres herbeigeführt werden kann, Mehrheitsentscheidungen zunächst einmal bindend.

Bei der etwaigen Tätigkeit der Eltern handelt es sich durchweg um ehrenamtliche Tätigkeiten. Auch auf terminliche Dispositionen der entsprechenden Vertreter aus der Elternschaft ist entsprechend Rücksicht zu nehmen.

Das Grundgremium der schulverwaltungsrechtlichen Mitwirkung ist die Schulpflegschaft, die auch Vertreter für die Schulkonferenz und die Fachkonferenzen ihrerseits aus ihrer Mitte wählt. Hier gibt es also hinreichende Möglichkeiten, die entsprechend interessierten Elternvertreter in die einzelnen Entscheidungsgremien einzuführen und einzubinden. Insbesondere ist die Schulpflegschaft ein geeignetes Diskussionsforum für unterschiedliche Auffassungen und Interessenwahrnehmungen. Hier werden die wesentlichen Informationen ausgetauscht und weitergeleitet.

Die Schulkonferenz ist andererseits das oberste Mitwirkungsgremium der Schule. Dort arbeiten die Vertreterinnen und Vertreter der Eltern, der Schülerinnen und Schüler und der Lehrerinnen und Lehrer zusammen. Wenn auch bis vor kurzem eine sogenannte „Drittelparität“ bezüglich der Beteiligung der Eltern, Schüler und Lehrer bezüglich der Schulkonferenz bestand, so ist dies zum 01.08.2006 zurückgenommen worden. Es wurde die frühere Rechtslage wiederhergestellt, sodass die Lehrervertretung dort wieder die Hälfte der Stimmen hat. Dies ist wegen der Bedeutung der pädagogischen Fachkompetenz für den Erfolg der schulischen Arbeit aus Sicht des Ministeriums erforderlich.
Aus der Erfahrung des Unterzeichners ergeben sich durch diese Aufgabe der Drittelparität jedoch keine wesentlichen Verschlechterungen für die elterliche Vertretungssituation, da hier hinreichende weitere Möglichkeiten bestehen, sich gegebenenfalls auch in den Entscheidungsprozess einzubinden. Aus der Erfahrung des Unterzeichners ist es im Übrigen so, dass auch die Lehrervertreter in der Schulkonferenz sehr wohl konsensbereit sind und die Eltern- und Schülermeinungen ernst nehmen. Die Aufgabe der Schulkonferenz besteht im Wesentlichen darin, in den grundsätzlichen Angelegenheiten der Schule eine Beratungsebene zu bilden und bei Konflikten innerhalb der Schule zu vermitteln. Vorschläge und Anregungen an den Schulträger und an die Schulaufsichtsbehörde werden von dort aus weitergeleitet. Die bisherigen Aufgaben sind durch die aktuellen Änderungen im Schulgesetz die Wahl des Schulleiters bzw. die Entscheidung über die Erhöhung der Zahl der Vertretung der Eltern in Fach- und Bildungskonferenzen hinzugekommen. Die Konferenz verfügt über einen ganzen Strauß an Möglichkeiten, als da sind Gestaltungsrechte, Vorschlagsrechte, Verabschiedungen von Grundsätzen und Erstellung eines Schulprogramms, Maßnamen von Qualitätsentwicklung und Sicherung, Organisation der Schuleingangsphase p.p..

Zur Elternvertretung nach außen

Der Schulleiter vertritt die Schule nach außen gegenüber dem Schulträger, der Schulaufsichtbehörde und der Öffentlichkeit. Die Schulpflegschaft vertritt die Interessen der Eltern nach innen gegenüber der Schulleitung und den weiteren Gremien. Der Vorsitzende bzw. die Vorsitzende des Elterngremiums kann zwar das Elterngremium für sich vertreten, nicht jedoch die Schule selbst. Schulpflegschaften können darüber hinaus örtlich und überörtlich zusammenarbeiten. Sie sind im Übrigen auch noch auf Landesebene in der Landeselternschaft organisiert. Kontakte der Schulpflegschaften der örtlichen Gymnasien untereinander existieren bereits seit einigen Jahren.

Der Unterzeichner kann aus seiner Sicht eine Mitwirkung im Rahmen der Gremien nur empfehlen, da sie letztlich ausgesprochen sinnbringend erscheint. (C. Kobus)

Das schwarze Brett

Termine

  • vom 01.10.2017 bis 22.10.2017 Schüleraustausch mit Wuxi (in Bocholt)
  • vom 13.10.2017 bis 03.11.2017 Jgst. Q1 - Schüleraustausch mit Canton (in den USA)
  • vom 23.10.2017 bis 03.11.2017 Herbstferien
  • vom 06.11.2017 bis 17.11.2017 Betriebspraktikum Jgst. 9
  • am 06.11.2017 Präventionsprojekt  - Mobbing - für die Klasse 5a
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