Bildungspartnerschaft macht Geschichte erfahrbar!

Die 10er haben sich in den letzten Wochen intensiv mit dem Nationalsozialismus beschäftigt, dementsprechend stand die jährliche Tradition unserer Schule an, um an die Opfer des faschistischen NS-Regimes zu erinnern und zu gedenken:
Das Säubern der Stolpersteine Bocholts.  

Alle Klassen der zehnten Stufe zogen am Montag los, um ihrer Aufgabe nachzugehen und die Stolpersteine wieder zum Glänzen und Auffallen zu bringen, aber auch um innezuhalten.
Am darauffolgenden Tag, den 27.01., dem internationalen Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus, fand in unserer Schule die Unterzeichnung einer Bildungspartnerschaft zwischen der Stadt Bocholt und dem St.-Georg-Gymnasium statt. Ziel dieser Partnerschaft ist es, historisches Bewusstsein, demokratische Werte und gesellschaftliche Verantwortung zu stärken, indem lokale Geschichte erfahrbar und reflektierbar gemacht wird. In diesem Zusammenhang wird der Jahrgang 10 in der nächsten Woche entlang der Stolpersteine und durch das Bocholter Stadtwaldlager geführt.  

Der Erste Stadtrat BjörnVolmering, Oliver Brenn (Geschäftsbereichsleitung FB Kultur und Bildung), Frau Smidt und Frau Ischinsky unterzeichneten stellvertretend diese Bildungspartnerschaft. Ein weiterer wichtiger Programmpunkt dieses Treffens war das gemeinsame Besuchen und Putzen des Stolpersteines eines ehemaligen Schülers an unserer Schule, Paul Hochheimer.  
Die Stolpersteine sollen den entmenschlichten Opfern des Nationalsozialismus wieder ein Gesicht geben und an die individuellen Schicksale zu gedenken. Darüber hinaus sind sie ein aktives Mahnmal gegen Antisemitismus, Hass und Rassismus. Sie sorgen dafür, dass die Opfer nicht in Vergessenheit geraten, was besonders in der heutigen Zeit überaus wichtig ist, mit dem Blick auf den steigenden Rechtsdruck in Deutschland.
 

Text: C. Feldmann (10b) und D. Ischinsky 

Fotos: Stadt Bocholt