Herzlichen Glückwunsch Abiturientia 2026 – Ein besonderer Jahrgang

Mit einer festlichen Feierstunde in der Aula des St.-Georg-Gymnasiums wurden am Samstag die 17 Abiturientinnen und Abiturienten des Jahrgangs 2026 verabschiedet. Gemeinsam mit ihren Familien, Freunden, Lehrkräften sowie zahlreichen Gästen nahmen die Absolventinnen und Absolventen ihre Zeugnisse der Allgemeinen Hochschulreife entgegen und schlossen damit ihre gemeinsame Schulzeit am St.-Georg-Gymnasium ab. Unter den Gästen befand sich auch die Goldabiturientia des Jahres 1976, die traditionell an der Abiturentlassfeier teilnimmt. 

Schulleiterin Hilke Smidt gratulierte den Abiturientinnen und Abiturienten herzlich zu ihrem erfolgreichen Schulabschluss. Besonders erfreulich sei, dass alle Schülerinnen und Schüler, die zu den Abiturprüfungen angetreten waren, diese auch erfolgreich bestanden hätten. Sechs Absolventinnen und Absolventen erreichten einen Notendurchschnitt mit einer Eins vor dem Komma, eine Schülerin schloss ihre Schulzeit sogar mit der Bestnote 1,0 ab. 

In ihrer Festrede stellte Hilke Smidt nicht allein die erreichten Noten, sondern vor allem die persönliche Entwicklung der jungen Menschen in den Mittelpunkt. Viele von ihnen seien mit ganz unterschiedlichen schulischen Voraussetzungen an das St.-Georg-Gymnasium gekommen. Als Bündelungsgymnasium habe die Schule als einzige im Kreis Borken erleben dürfen, wie aus Schülerinnen und Schülern verschiedener Schulformen innerhalb von drei Jahren eine starke Gemeinschaft zusammengewachsen sei. Gerade dieser Jahrgang habe eindrucksvoll gezeigt, wie bereichernd das gemeinsame Lernen mit unterschiedlichen Biografien und Erfahrungen sein könne. 

Den roten Faden ihrer Ansprache bildete das Abiturmotto „Abiturienten – Es kommt nicht auf die Größe an". Das augenzwinkernde Wortspiel mit der Badeente griff die Schulleiterin auf und entwickelte daraus ein Bild für den gemeinsamen Weg des Jahrgangs. Wie Badeenten hätten sich die Schülerinnen und Schüler auch in schwierigen Situationen immer wieder aufgerichtet, Herausforderungen gemeistert und ihren eigenen Kurs gefunden. Aus einer anfangs eher zurückhaltenden Gruppe sei ein Jahrgang mit starken Persönlichkeiten geworden, der das Schulleben durch vielfältiges Engagement bereichert habe. Ob in der Schülervertretung, bei schulischen Veranstaltungen oder im alltäglichen Miteinander – die Abiturientia habe Verantwortung übernommen und Spuren hinterlassen. 

Zugleich würdigte die Schulleiterin den außergewöhnlichen Zusammenhalt innerhalb des Jahrgangs. Die Schülerinnen und Schüler hätten sich gegenseitig unterstützt, motiviert und getragen. Gerade dieses Miteinander habe wesentlich dazu beigetragen, dass schließlich alle Prüflinge erfolgreich ihr Abitur bestanden. Den Absolventinnen und Absolventen gab sie mit auf den Weg, ihren Wert niemals ausschließlich an Noten, Titeln oder beruflichem Erfolg zu messen. Entscheidend sei vielmehr, neugierig zu bleiben, Verantwortung für andere zu übernehmen und den eigenen Weg mutig zu gehen. 

Ein herzlicher Dank galt den Eltern, die ihre Kinder über viele Jahre begleitet und unterstützt hätten. Ebenso würdigte die Schulleiterin den großen Einsatz des Kollegiums. Besonders hob sie Oberstufenkoordinator Herrn Gesse sowie die Beratungslehrkräfte Frau Hecking und Herrn Polletta hervor, die den Jahrgang während der gesamten Oberstufenzeit intensiv begleitet und mit großem Engagement durch die Abiturphase geführt hätten. 

Für das Kollegium verabschiedeten anschließend Frau Hecking und Herr Polletta den Jahrgang mit persönlichen Worten. Sie blickten auf drei intensive gemeinsame Jahre zurück, erinnerten an viele schöne, aber auch herausfordernde Momente und machten deutlich, wie sehr die Schülerinnen und Schüler in dieser Zeit gewachsen seien.  

Im Namen der Eltern sprach Frau van der Linde. Sie nahm ebenfalls Bezug auf das Motto des Jahrgangs und dankte den Lehrkräften für die vertrauensvolle Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren und gratulierte den Abiturientinnen und Abiturienten im Namen aller Eltern herzlich zum bestandenen Abitur. 

Ein besonderer Moment der Feier war die Begrüßung der Goldabiturientia des Jahres 1976. Schulleiterin Hilke Smidt erinnerte daran, dass deren Schulzeit in eine bewegte Epoche mit gesellschaftlichen Veränderungen gefallen sei und dankte den ehemaligen Schülern für ihre bis heute bestehende Verbundenheit mit ihrer alten Schule. Stellvertretend für den Jubiläumsjahrgang richtete Peter Höver seine Glückwünsche an die diesjährige Abiturientia. Er schlug dabei eine Brücke zwischen den Generationen und machte deutlich, dass sich die Welt zwar verändert habe, die Bedeutung von Bildung, Zusammenhalt und lebenslangem Lernen jedoch zeitlos geblieben sei. 

Mit der feierlichen Zeugnisübergabe erreichte die Veranstaltung ihren Höhepunkt. Anschließend wurden die besonderen Leistungen des Jahrgangs gewürdigt. Für die Firma Flender überreichte der ehemalige Schüler Michael Top, der selbst vor genau zehn Jahren am St.-Georg-Gymnasium sein Abitur abgelegt hatte, traditionell das iPad an die Jahrgangsbeste Antonia Ridder. In seiner Ansprache hob Top die langjährige und enge Bildungspartnerschaft zwischen Flender und dem St.-Georg-Gymnasium hervor. Sie ermögliche jungen Menschen wertvolle Einblicke in die Berufswelt und zeige zugleich, wie wichtig die Zusammenarbeit von Schule und regionalen Unternehmen für eine erfolgreiche Zukunft sei. 

Zum Abschluss der Feier blieb während des Sektempfangs im Langenbergpark Zeit für persönliche Gespräche zwischen Absolventinnen und Absolventen, Eltern, Lehrkräften und Gästen. Trotz der mehr als sommerlichen Temperaturen in der Aula herrschte während der gesamten Veranstaltung eine festliche und herzliche Atmosphäre. So endete für die 17 Abiturientinnen und Abiturienten ein bedeutender Lebensabschnitt, den sie gemeinsam mit ihren Familien und der Schulgemeinschaft in würdigem Rahmen feiern konnten.

Text: H. Smidt
Fotos: G. Grunden